Sonntag, 16. Oktober 2016

Rezension "Maybe Someday" von Colleen Hoover

Hallo ihr Lieben,
heute habe ich eine Rezension für euch. das Buch lag schon etwas länger bei mir rum, sodass es Zeit wurde, es endlich zu lesen. 

Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, seine neue Mitbewohnerin nicht zu nah an sich ranzulassen, denn er hat seit Jahren eine feste Freundin: Maggie – hübsch, sympathisch, klug, witzig. Und dann passiert es doch. Als Sydney beginnt, Ridge beim Songschreiben zu helfen, kommen sie sich näher als erwartet. Auch wenn beide die Stopptaste drücken, bevor wirklich etwas passiert, können sie nichts gegen die immer intensivere Anziehung ausrichten, die sie zu unterdrücken versuchen – vergeblich.
Da Maybe Someday nicht mein erstes Colleen Hoover Buch war, hatte ich bereits von Anfang an entsprechende Erwartungen. Leider wurde meine Motivation zu Beginn der Geschichte schon relativ gemindert, denn es stellte sich heraus, dass Ridge taub ist und nicht nur das, er redet auch nicht. Ein Buch in dem einer der Protagonisten nicht redet? Das konnte ich mir eher weniger vorstellen. Doch nachdem Sydney bei Ridge eingezogen ist, entwickelt sich relativ schnell ein gutes Kommunikationsmittel, sie unterhalten sich einfach über SMS und das funktioniert besser als es sich anhört, denn auf irgendeine Weise haben die Beiden von Anfang an eine Bindung. Ein Beispiel dafür ist, wenn sie gemeinsam komponieren, dabei brauchen sie kaum Worte und der Prozess ist wirklich berührend.
Doch natürlich gibt es einen Haken bei der Sache, denn während Ridge und Sydney sich immer näher kommen, gerät beinahe in Vergessenheit, dass Ridge eine Freundin, Maggie, hat. Sydney, die selber betrogen worden ist, möchte Maggie nicht das Gleiche antun.
Insgesamt halte ich das Ganze für ein schwieriges Thema, bei dem ich vor allem am Ende teilweise nicht mit der Reaktion Maggies einverstanden war, denn ich glaube nicht, dass jemand letztendlich so reagieren würde, es war in dieser Geschichte viel zu einfach gelöst.
Zudem war die Geschichte ziemlich voraussehbar, denn was letztendlich passiert, kann sich jeder denken. Trotzdem mochte ich die Geschichte, die um das ganze drumherum aufgebaut wurde, auch wenn sie nicht mit viel Spannung auftrumpft, wollte ich trotz dessen immer weiter lesen. Die Seiten vergehen tatsächlich wie im Flug, da das Buch auch eigentlich gar nicht so dick ist wie es scheint, denn auf vielen Seiten steht aufgrund der ganzen SMS sehr wenig.
Weiterhin ist an diesem Buch besonders, dass es nicht nur ein Buch ist, sondern es einen ganzen Soundtrack dazu gibt. Die Idee finde ich wunderbar, denn die Lieder zu der Geschichte zu hören umrahmt alles, deshalb kann ich euch nur empfehlen die Lieder anzuhören.
Zu Ridge kann ich nur sagen, dass er ein wirklich, wirklich toller Charakter ist. Er ist sehr tiefgründig und erst im Laufe des Buches lernt man ihn richtig zu verstehen. Besonders bewundernswert ist seine Aufopferungsbereitschaft, für die Menschen die er liebt, auch wenn er sich dadurch manchmal selbst im Weg steht. Insgesamt hat er sich echt zu einem meiner Lieblingscharaktere entwickelt, was ich bei Sydney leider nicht sagen kann.
Auch sie ist durchaus sympathisch und ich hatte keinerlei Probleme mit ihr, jedoch ist sie leider etwas zu sehr "0815", wobei die Geschichte dies keineswegs war. Sie erinnert mich zu sehr an Charaktere aus so vielen Bücher dieser Art und spiegelt einfach ein Muster wieder, was ich bei Colleen Hoover eigentlich gar nicht gewöhnt bin.

Insgesamt habe ich lange überlegt ob ich dem Buch vier Rosen gebe, habe mich letztendlich aber für dreieinhalb entschieden, da mir an dieser Geschichte irgendwas gefehlt hat, Sydney nicht die von mir erhoffte Tiefe hatte und zum Teil etwas zu leichtfertig mit dem Thema Betrügen umgegangen wurde.

Habt ihr das Buch schon gelesen, wenn ja, wie hat es euch gefallen?

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